Bundesminister Rupprechter: Holz ist Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende


Die 4. Mitteleuropäische Biomassekonferenz findet von 15.-18. Jänner in Graz statt

Graz (16.1.14) – „Ich habe eine ganz klare Vision: Ich kämpfe für ein lebenswertes Österreich mit reiner Luft, sauberem Wasser und sicheren, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Zu dieser Vision gehört auch eine saubere und sichere Versorgung mit Energie – am besten aus der Region für die Region. Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft! Wir haben dank der natürlichen Gegebenheiten die besten Voraussetzungen die Energiewende zu meistern – wir sind voll Energie dafür. Mein Motto ist: green jobs, green economy, green europe“, unterstreicht Umweltminister Andrä Rupprechter bei der Eröffnung der 4. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in Graz. „Österreich liegt bei den Erneuerbaren Energie im europäischen Spitzenfeld. Holz trägt mit einem Anteil von 13% des Gesamtenergieverbrauches wesentlich dazu bei“, bekräftigt Rupprechter.


Energiewende für die BürgerInnen

„Die Land- und Forstwirtschaft ist vom Klimawandel hauptbetroffen. Der Dürresommer 2013 führte uns dies wieder einmal drastisch vor Augen. Die heimischen Bäuerinnen und Bauern sind aber auch Problemlöser und können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. "Zu den bevorstehenden Verhandlungen zur EU-Klimapolitik bis 2030 verlange ich daher, dass neben der Reduktion der Treibhausgase auch ein besonderer Fokus auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und auf das Energiesparen gelegt wird und ambitionierte Ziele fixiert werden. Passiert dies nicht, droht die Gefahr, dass in der EU über die Hintertür die Atomkraft wieder eine Renaissance erlebt“, ist Titschenbacher besorgt. Denn mehrere EU-Länder wollen das Klimaproblem nur mit dem Ausbau der Atomkraft lösen, statt auf den Ausbau der erneuerbaren Energie sowie auf das Energiesparen zu setzen“.

Aktive Waldbewirtschaftung forcieren
„Nur 60% des jährlichen Holzzuwachses werden EU-weit genutzt. Es schlummern also noch beträchtliche ungenutzte Potenziale in den europäischen Wäldern“, erläutert Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes und fordert von der europäischen Politik, verstärkt Anreize zur Verbesserung der Infrastruktur, zur Forcierung der aktiven Waldbewirtschaftung sowie für mehr Forschung und Technologieentwicklung im Forstsektor zu setzen. „Eine in EU-Kreisen diskutierte und von der Papierindustrie geforderte, gesetzlich verordnete Pflicht zur kaskadischen Holznutzung lehnen wir entschieden ab. Ein derartiger Vorschlag ist in der Praxis nicht umsetzbar und widerspricht den Prinzipien des freien Marktes. Aufgrund zusätzlicher Bürokratie und höherer Kosten für die Forstwirte ist sogar zu befürchten, dass weniger Holz geerntet wird und die Holzpreise steigen“, gibt Jauschnegg zu bedenken.

klima:aktiv-Auszeichnungen überreicht
Im Rahmen der Biomassekonferenz zeichnete Umweltminister Andrä Rupprechter neun klima:aktiv Planer und Qualitätsbeauftrage sowie fünf Biomasseheizwerke aus. Die Klimaschutzinitiative klima:aktiv des Lebensministeriums forciert Heizwerke, die den höchsten technischen und wirtschaftlichen Effizienzkriterien entsprechen. Die Bilanz des Programms „qualitätsmanagement heizwerke“ kann sich sehen lassen: Die Effizienz neuer Holzheizwerke hat sich um mehr als 10% verbessert, die Wärmedichte sogar durchschnittlich um 30%. Bereits mehr als 1.250 Projekte sind in der Monitoringdatenbank systematisch erfasst. 62 PlanerInnen wurden bis jetzt zu Qualitätsbeauftragten ausgebildet und stehen als unabhängige ExpertInnen zur Verfügung. Neue Anlagen in Österreich zeichnen sich nun durch hohe Betriebssicherheit und Nutzungsdauer der Anlagentechnik aus, die Emissionen bei der Verbrennung von neuen Anlagen gegenüber bestehenden Anlagen wurden vermindert. Mehr Erneuerbare Energieträger, effizient und an der richtigen Stelle eingesetzt: das ist die klima:aktiv Formel für Klimaschutz mit Erneuerbaren.

„Gute Wärme wächst nach“
Mit einer neuen Informationsoffensive des Biomasseverbandes „Gute Wärme wächst nach“ wird die breite Öffentlichkeit über die Bedeutung der energetischen Holznutzung für Klimaschutz, Wertschöpfung und nachhaltige Energieversorgung informiert. Neben Fernsehspots, Print-Sujets sowie Medienkooperationen ist eine umfangreiche Informationsplattform geplant, die Informationen rund um das Thema Heizen mit Holz bietet. Ein Mehrwertrechner, der CO2-Emissionen und Heizkosten von verschiedenen Heizsystemen gegenüberstellt, Experteninterviews und Faktenblätter sowie technische Informationen zu den einzelnen Heizsystemen runden das Informationsangebot ab. Start der Informationsoffensive ist Ende Februar 2014. Der Fokus liegt auf den Themenfeldern Nachhaltigkeit, CO2-Neutralität des Brennstoffes Holz und der Bedeutung von Holz für die Energiewende.

Rückfragehinweis:
Magdalena Rauscher-Weber
Lebensministerium
Tel.: 01/711 00 – 6823
Mail: magdalena.rauscher@lebensministerium.at


Antonio Fuljetic
Österreichischer Biomasse-Verband
Mobil:   0660 85 56 804
Mail: fuljetic@biomasseverband.at

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  • Veröffentlicht: 16.01.2014
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v. li.: Horst Jauschnegg, ÖBMV-Vorsitzender, Franz Titschenbacher, Präsident LWK-Stmk. und Bundesminister Andrä Rupprechter
Bundesminister Rupprechter eröffnet die Biomassekonferenz in Graz
Das Thema Biomasse stößt weiterhin auf hohes Interesse

Zahlreiche Ehrengäste konnte der Öst. Biomasse-Verband begrüßen
v. li.: ÖBMV- Vorsitzender Jauschnegg, NÖ-Landesrat Pernkopf, Grazer Bürgermeister Nagl, Bundesminister Rupprechter, Stmk-Landesrat Seitinger und LWK-Präsident Titschenbacher